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Abhaken und nach vorn blicken!

mC-Jugend

Abhaken und nach vorn blicken!

Trotz optischer Überlegenheit verliert die mC ihr Auswärtsspiel bei der SG Biessenhofen-Marktoberdorf mit einem Tor Differenz aufgrund der mangelhaften Abwehrleistung.

Sehr zuversichtlich ging das Team um Kapitän Simeon Bogdanov in die Partie, war das Hinspiel doch mit 28:12 gewonnen worden. Nach schnellem positiven Start mit 2:0 glich das Heimteam in der Marktoberdorfer Halle aus und lag bis zur 23. Minute beim 13:13 meist einen Treffer voraus. Auch die JSG-Auszeit Mitte Halbzeit eins änderte daran nichts. Obwohl das Angriffsspiel einigermaßen druckvoll und variabel war, agierte das Ensemble aus dem südlichen Oberallgäu in der Defensive zu fahrlässig. Im Prinzip führte immer wieder die gleiche Auslösehandlung zum Erfolg der gastgebenden Mannschaft: nach Pass des Rückraum Rechts zum benachbarten Rückraum Mitte, lief dieser hinter dem vorgezogenen Abwehr-Trio ein und erhielt vom Anspieler oder dem benachbarten Rückraum Links den Rückpass. Da dieser in der Regel einen Bewegungsvorteil von einem Meter hatte und der Kreisläufer mit dem Hinten-Mitte-Verteidiger sehr breit stand, war der Durchbruchsraum sehr groß und kaum mehr zu verteidigen. Bis zur Pause lag die JSG jedoch durch eine gute Angriffsleistung zwei Tore vor.

Nach der Halbzeit wollte man diesem spielerischen Mittel des Gegners ein etwas defensiveres Stellungsspiel entgegensetzen um die Aktionsräume zu verringern. Das knappe Spiel setzte sich allerdings im zweiten Spielabschnitt weiter fort. Manch frei verworfene Bälle und gute Paraden des gegnerischen Torwartes verhinderten, dass die Truppe der Alpsee-Grünten sich absetzen konnte. Hinzu kamen einfache technische sowie Entscheidungsfehler, die sogar in einer Führung von Biessenhofen-Marktoberdorf mit 3 bis 4 Treffern zwischen der 34. und 41. Minute resultierten. Ungläubig und fassungslos konnte der Trainer hier nur mit einer Auszeit reagieren – er sah zu diesem Zeitpunkt bei seinen Spieler aus Immenstadt und Sonthofen nur hängende Schultern und beschämte Blicke zu Boden. In seiner Ansprache appellierte Didi an die Ehre und forderte von jedem ein Bekenntnis an den Sieg zu glauben: alle sollten in den letzten 10 Minuten Vollgas geben. Erst jetzt schien das Team den Ernst der Lage erkannt zu haben. Plötzlich war jeder wie verwandelt und kämpfte wie ein Löwe. Der 5-Tore-Rückstand wurde bis zur 48. Minute auf ein einziges Törchen verkürzt. Dann nahm der heimische Trainer seine Auszeit, beide Teams gingen anschließend hochmotiviert in die letzten 90 Sekunden. Wieder konnte Biessenhofen erhöhen, es stand 29:31 gegen die JSG. Das 11. Tor von Simeon Bogdanov führte nach schnellem Wurf zum erneuten Anschlusstreffer. Keeper Carlos Renner parierte mit guter Reaktion den letzten Torwurf der Heimmannschaft vom Kreis – die Anzeigetafel zeigte noch 25 Sekunden Restspielzeit. Mit vollem Körpereinsatz unterband Biessenhofen nun die Wurf- und Durchbruchsversuche der JSG regelwidrig, gerade vom stark aufspielenden Simon Bergelt. Leider wurde dies nicht vom Unparteiischen geahndet. So verstrich Sekunde um Sekunde, ohne dass Zählbares noch heraussprang. Beim Schlusspfiff lag sich das Heimteam überglücklich in den Armen, die Spieler der JSG waren tief enttäuscht und suchten den Schuldigen beim Schiedsrichter. Doch das Spiel war die vorangegangen 50 Minuten verloren worden und nicht erst in den letzten 10 Sekunden.

Zwei Punkte futsch, da hilft nur: abhaken, weiter trainieren und nach vorn blicken!

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