TV Immenstadt steigt in die Bezirksoberliga auf

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TV Immenstadt steigt in die Bezirksoberliga auf

Mit einem souveränen 32:25-Auswärtssieg bei der HSG Dietmannsried/Altusried II und Schützenhilfe aus München ist die Sensation perfekt.

Es sind die Geschichten, die nur der Sport schreibt. Vor ziemlich genau einem Jahr entgingen die Handballer des TV Immenstadt nur haarscharf dem Abstieg. Heute, knapp zwölf Monate später, feiert die Mannschaft den völlig überraschenden Aufstieg in die Bezirksoberliga Alpenvorland. Mit einem souveränen 32:25-Auswärtssieg bei der HSG Dietmannsried/Altusried II und Schützenhilfe aus München ist die Sensation perfekt.

Dass der TVI am Ende der Saison 2025/26 auf dem dritten Tabellenplatz steht, der in dieser Konstellation zum Aufstieg berechtigt, grenzt an ein sportliches Wunder. Zu Beginn der Spielzeit war Bescheidenheit das oberste Gebot im „Städtle“. Nach der Zittersaison im Vorjahr lautete das ausgegebene Ziel schlichtweg: „Nichts mit dem Abstieg zu tun haben“. Doch was die Mannschaft in den vergangenen Monaten aufs Parkett zauberte, übertraf alle Erwartungen.

Nach einem eher durchwachsenen Start in das Kalenderjahr 2026 war es vor allem die Rückrunde, in der die Immenstädter ihr wahres Gesicht zeigten. Ein Schlüsselmoment war dabei der fulminante Kantersieg gegen das Topteam aus Ottobeuren. An jenem Tag gelang den Schützlingen von Trainer Sven Heldt alles. Dieser Erfolg wirkte wie ein Katalysator für das Selbstvertrauen der Mannschaft. In der Folge wurden reihenweise Favoriten gestürzt, was die Grundlage für das nun erreichte Ziel legte.

Am vergangenen Samstag musste die Entscheidung in der Ferne fallen. In der Dreifachsporthalle in Dietmannsried ließ der TVI von der ersten Minute an keinen Zweifel an seiner Ambition. Besonders in der Defensive stand man kompakt, während vorne die Chancen eiskalt genutzt wurden. Bereits zur Pause (17:9) war eine Vorentscheidung gefallen.

Obwohl die Gastgeber in der zweiten Halbzeit durch David Heckel (11 Tore) noch einmal alles versuchten, behielten die „Städtler“ kühlen Kopf. Auch als die HSG versuchte, das Tempo zu verschärfen, antwortete die Mannschaft von Trainer Sven Heldt mit wichtigen Treffern, um den Vorsprung stabil zu halten. Am Ende leuchtete ein verdienter 32:25-Sieg auf der Anzeigetafel.

Doch der Sieg allein reichte noch nicht ganz – der Blick wanderte nervös nach München. Die Nachricht vom Patzer des direkten Konkurrenten aus Waltenhofen bei der HSG Würm-Mitte löste schließlich alle Dämme. Die Kunde vom Punktverlust der Konkurrenz erreichte die Mannschaft noch in der Kabine und verwandelte die Dietmannsrieder Halle kurzzeitig in eine Immenstädter Festhalle.

Trainer Sven Heldt, der die Mannschaft zusammen mit Andreas Landerer und Cemal Gündogdu durch diese emotionale Achterbahnfahrt geführt hat, zeigte sich nach dem feststehenden Aufstieg sichtlich bewegt:

„Wenn man bedenkt, wo wir vor einem Jahr standen, ist dieser Aufstieg kaum in Worte zu fassen. Wir wollten eigentlich nur eine ruhige Saison spielen. Aber der Sieg gegen Ottobeuren hat in den Köpfen etwas verändert. Die Jungs haben in der Rückrunde verstanden, dass wir an einem guten Tag jeden in dieser Liga schlagen können. Dass es jetzt tatsächlich für die BOL gereicht hat, ist der verdiente Lohn für die harte Arbeit und den unglaublichen Zusammenhalt in dieser Truppe.“

Für den TV Immenstadt beginnt nun die Planung für das Abenteuer Bezirksoberliga. Im Verein weiß man, dass die Herausforderung im nächsten Jahr groß sein wird. Doch mit dem Schwung dieser „Unmöglich-Saison“ im Rücken scheint für diesen Kader aktuell alles machbar zu sein. Immenstadt ist wieder eine Hausnummer im Alpenvorland-Handball.

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