Bezirksliga-Gipfel in der Julius-Kunert-Halle
Städtler empfangen den feststehenden Aufsteiger aus Schongau

TV Immenstadt - TSV Murnau 33:32
Was für eine Dramatik: In einem hochintensiven Bezirksliga-Gipfel hat sich der TV Immenstadt am Sonntagabend mit 33:32 (15:15) gegen den TSV Murnau durchgesetzt.
Herzschlagfinale in der Julius-Kunert-Halle: TV Immenstadt erkämpft sich Platz drei
Was für eine Dramatik: In einem hochintensiven Bezirksliga-Gipfel hat sich der TV Immenstadt am Sonntagabend mit 33:32 (15:15) gegen den TSV Murnau durchgesetzt. Mit diesem Erfolg im direkten Duell der Tabellennachbarn springen die „Städtler“ auf den begehrten dritten Tabellenplatz und untermauern ihre starke Form.
Schon im Vorfeld war die Favoritenrolle schwer zu vergeben. Während die Gäste aus Murnau als torgefährlichster Angriff der Liga anreisten, setzte der TVI auf seine bewährte defensive Stabilität. Doch wer ein taktisches Abtasten erwartet hatte, wurde enttäuscht. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der den Zuschauern in der gut gefüllten Julius-Kunert-Halle alles bot, was den Handballsport ausmacht: Tempo, Leidenschaft und eine Spannung, die bis zur Schlusssirene anhielt.
Die erste Halbzeit verlief wie eine Achterbahnfahrt. Zwar erwischte der TVI den besseren Start und konnte sich früh leicht absetzen, doch die Murnauer „Torfabrik“ bewies ihre Qualität und ließ sich nicht abschütteln. Beim Stand von 15:15 zur Pause war völlig offen, in welche Richtung die Pendel ausschlagen würden. Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen Gegner, der nach der Hinspielniederlage sichtlich auf Revanche aus war.
Nach dem Seitenwechsel schien das Momentum zunächst auf die Seite der Gäste zu kippen. Murnau nutzte eine kurze Schwächephase der Hausherren und erspielte sich zeitweise einen Vorsprung von vier Toren (17:21). In dieser Phase drohte die Partie zu entgleiten, doch genau hier zeigte sich das, was den TV Immenstadt in dieser Saison auszeichnet: das Kollektiv.
Anstatt den Kopf hängen zu lassen, biss sich die Mannschaft zurück in die Begegnung. Es wurde um jeden Zentimeter Hallenboden gefightet. „Nach dem fulminanten Sieg vergangene Woche gegen Ottobeuren nochmal so ein Spiel rauszuhauen, das ist Wahnsinn von der Mannschaft“, zeigte sich TVI-Coach Sven Heldt nach der Partie tief beeindruckt. „Wir wollten es am Ende einfach mehr und haben in der entscheidenden Phase den kühleren Kopf bewahrt.“
In der dramatischen Schlussphase glich der TVI nicht nur aus, sondern bewies die besseren Nerven. Während Murnau in der „Crunchtime“ einige Chancen liegen ließ, blieb die Heimmannschaft konzentriert. Das 33:32 fiel erst in der 59. Minute – eine Führung, die das Team mit letzter Kraft und einer geschlossenen Abwehrleistung über die Zeit rettete.
Mit diesem Sieg ist der TV Immenstadt nun Tabellendritter. Trainer Sven Heldt kommentierte den aktuellen Stand mit Humor: „Das Saisonziel ist erreicht, wir können nicht mehr absteigen.“ Tatsächlich war die Vorgabe vor der Runde, so schnell wie möglich mit dem Tabellenkeller nichts mehr zu tun zu haben. Dass man nun ganz oben mitmischt, ist für den Verein eine reine Zugabe.
Am Ende war es nicht die individuelle Klasse eines Einzelnen, die den Ausschlag gab, sondern der unbedingte Wille einer Mannschaft, die als Einheit auftrat. Der TV Immenstadt hat bewiesen, dass er auch unter höchstem Druck bestehen kann – ein Sieg des Kollektivs, der Lust auf die kommenden Aufgaben macht.
Städtler empfangen den feststehenden Aufsteiger aus Schongau
Beim Auswärtsspiel gegen die Reserve des SC Unterpfaffenhofen-Germering feierten die Städtler einen mühsam erarbeiteten 27:25 -Erfolg.
Wenn am kommenden Sonntag um 17:00 Uhr die Schiedsrichter die Partie in der Julius-Kunert-Halle freigeben, ist alles angerichtet für ein echtes Handball-Spektakel.
Der TV Immenstadt feierte gegen die Oberligareserve des TSV Ottobeuren einen fulminanten 42:27 (21:11) Heimsieg.