TV Immenstadt steigt in die Bezirksoberliga auf
Mit einem souveränen 32:25-Auswärtssieg bei der HSG Dietmannsried/Altusried II und Schützenhilfe aus München ist die Sensation perfekt.

Herren
Big Points im Aufstiegsrennen
In einer hitzigen und hochspannenden Partie der Bezirksliga Alpenvorland hat der TV Immenstadt am Sonntagnachmittag ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit 30:28 (19:14) bezwang die Mannschaft von Trainer Sven Heldt den bereits feststehenden Aufsteiger und Tabellenführer TSV Schongau in der heimischen Julius-Kunert-Halle. Durch diesen Erfolg festigt der TVI den begehrten dritten Aufstiegsplatz.
Vor der Partie war die Ausgangslage für die Oberallgäuer brisant: Während der TSV Schongau und die Reserve des TSV Ottobeuren rechnerisch bereits als Aufsteiger feststehen, ist das Rennen um den dritten freien Platz in die nächsthöhere Spielklasse in vollem Gange. Für den TVI war ein Sieg gegen den Primus Pflicht, um die Verfolger auf Distanz zu halten. Dass dies gegen die favorisierten Schongauer gelang, unterstreicht die aktuelle Formstärke der Mannschaft.
Der TV Immenstadt erwischte am Sonntag um 16:00 Uhr einen Start nach Maß. Nach einem schnellen Ausgleich in der ersten Minute setzten sich die Gastgeber durch eine aggressive Abwehr und ein konsequentes Umschaltspiel bereits nach fünf Minuten auf 5:1 ab. Die Gäste aus Schongau wirkten von der Wucht des Immenstädter Angriffsspiels zunächst überrascht. Besonders die Defensive des TVI stand kompakt und zwang den Tabellenführer immer wieder zu Fehlern oder überhasteten Abschlüssen.
Bis zur Halbzeitpause gelang es den Städtlern, den Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Mit einem komfortablen 19:14 ging es in die Kabinen. Die Zuschauer in der gut gefüllten Julius-Kunert-Halle sahen bis dahin eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der das starke Abwehrkollektiv der Schlüssel zum Erfolg war.
Nach dem Seitenwechsel kontrollierte Immenstadt die Partie zunächst weiter und hielt den Vorsprung stabil bei sechs Toren (24:18 in der 41. Minute). Doch der Spitzenreiter bewies, warum er bereits als Aufsteiger feststeht, und bäumte sich noch einmal auf. In einer Phase, die von zahlreichen Zeitstrafen auf beiden Seiten geprägt war, kämpfte sich der TSV Schongau Tor um Tor zurück. Vor allem der Schongauer Keeper machte dem TVI in dieser Phase das Leben schwer.
In der Schlussphase wurde es noch einmal dramatisch. Schongau verkürzte in der 53. Minute auf 27:26, und das Spiel drohte zu kippen. In dieser kritischen Phase bewies der TVI jedoch Nervenstärke. Die Mannschaft ließ sich von der aufkommenden Hektik nicht anstecken und fand in den entscheidenden Momenten die richtigen Lösungen im Angriff, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.
Trainer Sven Heldt zeigte sich nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert und stolz auf die Leistung seiner Truppe:
„Das war heute ein Sieg der absoluten Leidenschaft und des kollektiven Willens. Wir wussten, dass wir gegen Schongau über 60 Minuten an unser Limit gehen müssen. Auch als es am Ende noch einmal eng wurde, haben die Jungs kühlen Kopf bewahrt. Dieser Erfolg zeigt, was in dieser Mannschaft steckt, wenn jeder für den anderen kämpft.
Durch diesen prestigeträchtigen Sieg gegen den Ligaprimus steht der TV Immenstadt nun mit zwei Punkten Vorsprung auf den TSV Waltenhofen auf dem dritten Aufstiegsplatz. Bei noch zwei ausstehenden Spielen haben es die Immenstädter nun selbst in der Hand, den Aufstieg perfekt zu machen. Wenn die Mannschaft diese Geschlossenheit und Nervenstärke auch in den verbleibenden Partien abruft, steht einer Rückkehr in die höhere Spielklasse nichts mehr im Wege.
Mit einem souveränen 32:25-Auswärtssieg bei der HSG Dietmannsried/Altusried II und Schützenhilfe aus München ist die Sensation perfekt.
Städtler empfangen den feststehenden Aufsteiger aus Schongau
Beim Auswärtsspiel gegen die Reserve des SC Unterpfaffenhofen-Germering feierten die Städtler einen mühsam erarbeiteten 27:25 -Erfolg.
Was für eine Dramatik: In einem hochintensiven Bezirksliga-Gipfel hat sich der TV Immenstadt am Sonntagabend mit 33:32 (15:15) gegen den TSV Murnau durchgesetzt.