Aufholjagd bleibt unbelohnt - TV Immenstadt unterliegt im Derby

03.11.2021

TV Immenstadt - TSV Ottobeuren 23:26

Aufholjagd bleibt unbelohnt - TV Immenstadt unterliegt im Derby

Trotz starker zweiter Halbzeit unterliegen die Landesliga-Handballer des TV Immenstadt im Derby gegen den TSV Ottobeuren letztendlich verdient mit 23:26 (7:15)

Es war angerichtet - gut 300 Zuschauer fanden am Samstagabend zum Derby gegen den TSV Ottobeuren den Weg in die Julius-Kunert-Halle. Das Duell der alten Rivalen war nicht nur aufgrund der Nähe der Standorte ein Zuschauermagnet. Auch aus der Tabelle konnte man die Brisanz der Partie ablesen. Beide Teams standen vor der Partie mit 1:5 Punkten und somit ohne Saisonsieg da.

Aufgrund der aktuellen Hallensituation mit der Sperrung des Hofgartens in Immenstadt mussten unter der Woche einige Veranstaltungen in die Heimspielstädte der Hanballer verlegt werden, sodass zwei der drei Trainingseinheiten komplett ausfallen mussten. "Die Spielvorbereitung lief alles Andere als nach Wunsch. Die einzige Trainingseinheit nach der Niederlage vergangene Woche war das Abschlusstraining am Freitag. Hier kristalisierte sich bereits heraus, dass Cristian Savlovschi angeschlagen in das Spiel gehen würde und Jonas Becker krankheitsbedingt ganz ausfallen würde." ärgert sich Coach Mihaly More.


Zu Beginn der Partie merkete man dies den Hausherren zunächst nicht unbedingt an. Vorsichtiges Abtasten auf beiden Seiten mündete nach 14 gespielten Minuten in einem mageren 4:4 . Auch den Gästen aus Ottobeuren war es in der Anfangsphase deutlich anzumerken, dass die Ergebnisse der vergangenen Wochen nicht so einfach wegzustecken waren.

In der Folge bekamen die Städler allerdings keinen richtigen Zugriff mehr auf die Angriffe der vom Ex-Immenstädter Gunther Kotschmar trainierten schwarz-gelben und auch offensiv lief nichts mehr zusammen. Die Ottobeurer starteten einen 7:0-Lauf und beim 4:11 schienen die Felle davon zu schwimmen. Immerhin konnten Davor Brtan, der wieder eine starke Leistung zeigte, sowie zweimal Eigengewächs Patrick Harris den Lauf der Ottobeurer bis zur Halbzeit unterbrechen. Nichtsdestotrotz ging es mit einem klaren 7:15 Rückstand in die Kabinen.

"Wir hatten den Plan, aufgrund der Verletzung von Savlovschi und dem Aufall von Jonas Becker, mit Patrick Harris und Tobias Fügenschuh auf für sie ungewohnten Rückraumpositionen zu agieren. Aufgrund der fehlenden Trainingseinheiten wurde die beiden da ins kalte Wasser geschmissen und brauchten Ihre Zeit sich dort zu akklimatisieren." so More zum Matchplan.

Dass der Plan hätte aufgehen können, zeigte sich dann im zweiten Spielabschnitt. Die Immenstädter fanden immer besser in die Partie und konnten vor allem offensiv mehr Durchschlagskraft entwickeln. Bis zur 45. Spielminute (15:23) konnte der Abstand immerhin verwaltet werden.

Die letzte Viertelstunde war dann die bisher beste Saisonleistung der Grünen. Schön vorgetragene Angriffe, meist abgeschlossen von Harris brachten die Städler immer näher heran. Als es vier Minuten vor Spielende 22:25 stand, keimte sogar nochmal etwas Hoffnung auf, vielleicht doch noch einen Punkt abzustauben. Die Zeit reichte aber nicht aus. Ottobeuren machte mit dem 22:26 den Deckel auf die Partie, das 23:26 von Tobias Fügenschuh diente nur noch als Ergebniskosmetik.

"Wir haben leider erst ins Spiel gefunden, als der Rückstand fast uneinholbar war. Das war gegen eine gut und breit aufgestellte Ottobeurer Mannschaft einfach eine zu hohe Hürde. Ich muss den Jungs aber ein großes Kompliment machen, denn wir haben nie aufgesteckt und bis zum Schluss alles gegeben. Wenn wir unsere wahre Leistungsstärke in den nächsten Spielen nicht nur in den letzten 20 Minuten abrufen, sondern über das komplette Spiel, sehe ich uns auf dem richtigen Weg." so More abschließend.

Es spielten: Simon Weigl, Alexander Hagenauer (beide Tor), Patrick Harris (8 Tore), Davor Brtan (6), Sebastian Engl (4), Tobias Fügenschuh (3), Benjamin Krämer (1), Tibor Erdelyi (1), Bartol Kurilic, Florian Czitron, Cristian Savlovschi, Franz Holzmann, Tim Schaffon, Darius Apolzan.

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