Arbeitssieg in der Julius-Kunert-Halle
Doch am Ende zählt im Handball vor allem das Ergebnis, und das sprach mit 33:26 (17:13) für den TV Immenstadt.

TV Immenstadt - HSG Würm-Mitte 22 II 26:23
Die Hinrunde der Saison 2025/26 ist für die Mannschaften des TV Immenstadt zu Ende, und die Bilanz fällt überaus positiv aus.
Während draußen die winterliche Kälte Einzug hält, brennt in der Julius-Kunert-Halle das Handballfeuer. Die Hinrunde der Saison 2025/26 ist für die Mannschaften des TV Immenstadt zu Ende, und die Bilanz fällt überaus positiv aus. Besonders die Herrenmannschaft sorgt in der Bezirksliga für Staunen, während die Damen in der Bezirksoberliga beweisen, dass sie selbst mit den Top-Teams der Liga auf Augenhöhe agieren können.
Herren: Vom Sorgenkind zum Überraschungsteam
Wer vor einem Jahr auf die Tabelle blickte, sah einen TV Immenstadt, der mit dem Rücken zur Wand stand. Nach einer kräftezehrenden vergangenen Saison und dem knappen Klassenerhalt war die Skepsis groß. Doch die „Grünen“ haben das Momentum gedreht. Mit einer Bilanz, die sie aktuell auf einem hervorragenden vierten Tabellenplatz führt, hat das Team alle Erwartungen übertroffen.
Dass dieser vierte Rang kein Zufallsprodukt ist, zeigten die Schützlinge von Sven Heldt über die gesamte Hinserie hinweg. Besonders die Auswärtssiege in Murnau und Eichenau untermauerten den Reifeprozess der Mannschaft. „Ehrlich gesagt hätte uns das nach der letzten Saison kaum jemand zugetraut“, bilanziert Trainer Sven Heldt die ersten Monate. „Wir haben im Sommer hart an uns gearbeitet und den Fokus auf den Teamgeist gelegt. Dass wir jetzt so weit oben mitmischen, ist der Lohn für die harte Arbeit jedes Einzelnen.“
Das jüngste Spiel am vergangenen Sonntag gegen die HSG Würm-Mitte II (Endstand 26:23) war ein Spiegelbild der bisherigen Saison: Kämpferisch, leidenschaftlich und mit dem nötigen Quäntchen Cleverness in der Crunchtime. In einer engen Partie behielten die Immenstädter kühlen Kopf und sicherten sich zwei weitere wichtige Punkte für das Konto. Heldt mahnt jedoch trotz der Euphorie: „Wir genießen den Moment und den vierten Platz, wissen aber auch, dass die Liga extrem ausgeglichen ist. Wir müssen in der Rückrunde genauso hungrig bleiben.“
Damen: Wachstumsschmerzen und ein Ausrufezeichen gegen Gilching
In der Bezirksoberliga blicken die Damen des TV Immenstadt auf eine Hinrunde mit Licht und Schatten zurück. Zwar stehen sie tabellarisch im Mittelfeld, doch die spielerische Entwicklung unter dem Trainerteam Engl, Schierle, Holzmann ist unverkennbar. „Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, aber uns fehlt manchmal noch die Konstanz. Wir haben definitiv einige Punkte liegen lassen, die machbar gewesen wären“, gibt Coach Engl offen zu.
Besonders die deutliche Niederlage gegen den Tabellenführer Ottobeuren schmerzte, doch die Moral der Truppe ist ungebrochen. Das wurde am vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen den favorisierten TSV Gilching deutlich. In einer dramatischen Partie, die bis zur letzten Sekunde auf Messers Schneide stand, mussten sich die Damen zwar hauchdünn mit 21:22 geschlagen geben, doch die Leistung war ein Statement.
„Das Spiel gegen Gilching hat gezeigt, wozu wir fähig sind“, sagt Sebastian Engl stolz. „Wir haben gegen eines der Top-Teams der Liga bis zum Schluss mitgehalten und hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Diese Leistung nehmen wir als Maßstab für die Rückrunde. Wenn wir diese Intensität jedes Wochenende abrufen, werden wir uns für den betriebenen Aufwand auch öfter belohnen.“
Der Blick auf die Hinrunde zeigt: Der Handball in Immenstadt lebt. Während die Herren die Liga als „Überraschungsei“ aufmischen, festigen die Damen ihren Platz in der Bezirksoberliga und zeigen eine steile Lernkurve. Die positive Entwicklung beider Teams ist eng mit der Arbeit der Trainerteams verknüpft, denen es gelungen ist, eine Mischung aus erfahrenen Leistungsträgern und jungen Talenten zu formen.
Für die Fans bedeutet das: Die Rückrunde verspricht Hochspannung. Wenn die Herren ihren vierten Platz verteidigen und die Damen die knappen Spiele künftig für sich entscheiden, steht einem erfolgreichen Handballjahr 2026 nichts im Wege.
Doch am Ende zählt im Handball vor allem das Ergebnis, und das sprach mit 33:26 (17:13) für den TV Immenstadt.
Revanche-Lust und Derby-Fieber im Städtle
In einem packenden und bis zur letzten Sekunde umkämpften Heimspiel trennten sich die Handballer des TV Immenstadt am vergangenen Samstag mit einem 31:31-Unentschieden vom TSV Mindelheim.
Zum Auftakt des neuen Handballjahres in der Bezirksliga Alpenvorland feierte der TV Immenstadt einen wichtigen 29:25-Heimsieg gegen die Reserve des Eichenauer SV.
Schwere Aufgabe gegen Eichenau II