Derbyzeit im Unterallgäu
TV Immenstadt gastiert beim TSV Ottobeuren II

TSV Ottobeuren II - TV Immenstadt 33:34
TV Immenstadt erkämpft sich knappen 34:33-Erfolg in Ottobeuren
Arbeitssieg im Unterallgäu: TV Immenstadt erkämpft sich knappen 34:33-Erfolg in Ottobeuren
Am vergangenen Sonntagabend stand für den TV Immenstadt eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe auf dem Programm. In der Bezirksoberliga gastierten die Städtler beim TSV Ottobeuren II. In einem temporeichen, intensiven und bis zur buchstäblich letzten Sekunde packenden Handballkrimi behielten die Gäste am Ende knapp, aber verdient mit 34:33 die Oberhand und entführten zwei wichtige Punkte aus dem Unterallgäu.
Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Die Hausherren aus Ottobeuren traten mit einer sehr jungen, dynamischen und hochmotivierten Mannschaft an. Das Team, das zum Teil noch aus A-Jugendlichen besteht, ist technisch wie taktisch extrem gut ausgebildet. Sie bilden den direkten Nachwuchs und Unterbau der ersten Mannschaft, die in der Bayernliga aufläuft. Es ist unverkennbar, dass in dieser Kaderschmiede einige sehr gute Handballer heranwachsen.
Dennoch ließen sich die Immenstädter von der jugendlichen Unbekümmertheit des Gegners zunächst überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Die Marschroute war von Beginn an klar definiert: Über eine massiv und äußerst kompakt stehende Deckung wollte man den flinken Talenten den Schneid abkaufen. Dieser Plan ging im ersten Durchgang hervorragend auf. Im Angriff wiederum wussten die Grünen ihre physische Überlegenheit und körperlichen Vorteile clever auszuspielen. Besonders in der Anfangsphase florierte das Kreisspiel der Gäste.
Immer wieder fand Sebastian Engl mit viel Auge seinen Kreisläufer Florian Czitron, der die sich bietenden Lücken resolut nutzte und insgesamt sieben Treffer zum Sieg beisteuerte. Dank dieser konzentrierten Angriffsleistung und einer überragend formierten Defensive, mit der man zur Halbzeit angesichts von lediglich 12 Gegentreffern hochzufrieden sein konnte, ging der TV Immenstadt mit einer verdienten 15:12-Führung in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich die Dynamik der Begegnung jedoch spürbar. Das Spiel gestaltete sich nun deutlich offener und wilder. Die zuvor so unüberwindbare Defensive der Immenstädter wies plötzlich mehr Lücken auf. Die schnellen und quirligen Spieler des TSV Ottobeuren II erkannten diese Schwächen sofort und stießen immer wieder gefährlich in die Nahtstellen der Abwehr. Ein bitterer Rückschlag für die Gäste ereignete sich in der 34. Spielminute: Kapitän Engl musste nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einer Platzwunde vorzeitig vom Spielfeld. Dieser unerwartete Ausfall schränkte die Wechselmöglichkeiten der Städtler im ohnehin kräftezehrenden Spiel empfindlich ein.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Schlussminuten waren an Dramatik kaum zu überbieten, als die Hausherren knapp eine halbe Minute vor Schluss auf 33:34 verkürzten. Doch Immenstadt behielt kühlen Kopf, nutzte in den allerletzten Sekunden geschickt eine finale Auszeit und brachte den knappen Vorsprung routiniert über die Zeit.
Am Ende stehen zwei hart erarbeitete, aber verdiente Punkte auf dem Konto der Städtler. Trainer Sven Heldt zog nach dem Schlusspfiff ein treffendes Fazit: „Wir haben in der ersten Hälfte genau den Handball gespielt, den wir uns vorgenommen hatten. Die Abwehr stand massiv und wir haben unsere physischen Vorteile perfekt genutzt. Dass es in der zweiten Halbzeit noch so ein offener Kampf wird, war extrem kräftezehrend. Ottobeuren hat das mit seinen schnellen Leuten schlau gemacht. Aber am Ende zählt, dass die Jungs als Team zusammengehalten und die Punkte erzwungen haben. Ein hartes Stück Arbeit, aber absolut verdient.“
TV Immenstadt gastiert beim TSV Ottobeuren II
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