Heimspieltag in der Julius-Kunert-Halle
Revanche-Lust und Derby-Fieber im Städtle

TV Immenstadt - SV Pullach 33:26
Doch am Ende zählt im Handball vor allem das Ergebnis, und das sprach mit 33:26 (17:13) für den TV Immenstadt.
Es war kein Spiel für Feinschmecker, das die Zuschauer am Samstagabend in der heimischen Julius-Kunert-Halle zu sehen bekamen. Doch am Ende zählt im Handball vor allem das Ergebnis, und das sprach mit 33:26 (17:13) für den TV Immenstadt. In einer kampfbetonten Partie gegen den SV Pullach sicherte sich die Mannschaft von Trainer Sven Heldt zwei immens wichtige Zähler, um sich in der oberen Tabellenhälfte der Bezirksliga Alpenvorland festzusetzen. Besonders wertvoll: Durch den Sieben-Tore-Vorsprung holten sich die „Städtler“ auch den direkten Vergleich gegen die Oberbayern.
Die Gäste traten personell deutlich schwächer besetzt an als noch vor sieben Tagen, versuchten diesen Nachteil jedoch durch eine extrem zähe Spielweise wettzumachen. Pullach verschleppte das Tempo massiv und nahm konsequent die Geschwindigkeit aus der Partie, was die Hausherren vor eine Geduldsprobe stellte.
Besonders ein taktisches Mittel der Gäste bereitete den Immenstädtern über weite Strecken der Spielzeit Kopfzerbrechen: Immer wieder agierte Pullach mit sieben Feldspielern und brachte dadurch die Zuordnung in der Defensive der „Grünen“ durcheinander. Durch die künstlich geschaffene Überzahl entstanden Räume, die vor allem der bullige Kreisläufer der Gäste immer wieder geschickt zu nutzen wusste. Die Hausherren fanden lange Zeit keinen effektiven Zugriff auf das Zentrum, was Pullach trotz des geringeren Tempos im Spiel hielt.
Im Angriff zeigten die Immenstädter zwar ansehnliche Ansätze und eine gute Dynamik, doch das Bild wurde durch eine zu hohe Fehlerquote getrübt. Zahlreiche technische Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse verhinderten, dass sich der TVI bereits frühzeitig deutlicher absetzen konnte. Dennoch blitzte die individuelle Klasse im Kollektiv immer wieder auf, wenn der Ball schnell durch die Reihen lief und die Lücken in der gegnerischen Deckung konsequent genutzt wurden. Zur Halbzeit führte der TVI mit vier Toren (17:13).
In der zweiten Halbzeit blieb die Partie zunächst zäh, doch die Motivation war spürbar: Es ging nicht nur um den Sieg, sondern auch darum, das Ergebnis aus dem Hinspiel zu korrigieren. In den entscheidenden Phasen bewies die Mannschaft die nötige Nervenstärke und Kondition, um den Vorsprung in der Schlussphase auf sieben Tore auszubauen und damit das Pendel im direkten Vergleich auf die eigene Seite zu ziehen.
Trainer Sven Heldt zeigte sich nach dem Schlusspfiff realistisch, aber zufrieden mit der Ausbeute:
„Das war heute sicherlich kein Leckerbissen für die Zuschauer. Pullach hat uns mit dem siebten Feldspieler vor große Probleme gestellt, besonders am Kreis waren wir oft zu spät dran. Aber in dieser Phase der Saison zählen nur die zwei Punkte. Dass wir am Ende auch noch den direkten Vergleich gewonnen haben, nachdem wir letzte Woche mit fünf Toren verloren hatten, ist ein ganz wichtiger Bonus für die Endabrechnung. Die Jungs haben trotz der vielen technischen Fehler Moral bewiesen. 2026 tun wir uns bisher etwas schwer aber wir sind auf dem richtigen Weg.“
Durch diesen Erfolg festigt der TV Immenstadt seinen Platz im oberen Drittel der Tabelle. Auch wenn die spielerische Leichtigkeit an diesem Abend fehlte, beweist der Sieg, dass die Mannschaft auch unter Druck die nötigen Resultate liefern kann. In der kommenden Trainingswoche wird der Fokus nun darauf liegen, die Fehlerquote im Angriff zu minimieren. Am kommenden Samstag ist dann die Spitzenmannschaft aus Ottobeuren zu Gast im Städtle.
Revanche-Lust und Derby-Fieber im Städtle
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